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Frieden – um Gottes Willen!

Während ich diese Zeilen schreibe, wird die Region Idlib in Syrien von syrischen Regierungstruppen und russischen Kampfjets bombardiert. Wahrscheinlich steht eine Offensive des syrischen Regimes bevor, um den letzten Stützpunkt der syrischen Rebellen zu erobern.
Mehr als drei Millionen Zivilisten – Frauen, Männer, Kinder – leben in diesem Gebiet. Rund die Hälfte von ihnen war bereits aus anderen Gebieten Syriens vertrieben worden und in die Region Idlib geflohen. Eine humanitäre Katastrophe bahnt sich an – und die Welt steht machtlos daneben und schaut hilflos zu.
Auch ich selber fühle mich machtlos. Und ich bete um den Frieden.
Die ökumenische Gemeinschaft der Kirchen ist für mich hier sehr wichtig: Weil gelebte Ökumene für uns Kirchen selber immer wieder ein Ort der Herausforderung des Friedens untereinander und der Versöhnung miteinander ist, und wir zeigen könn(t)en, dass friedliche Gemeinschaft auch in bleibender Verschiedenheit möglich ist. Aber vor allem, weil wir uns in diesem Gebet um den Frieden vereinigen können. In Altona tun dies die römisch-katholische Gemeinde St. Joseph, die evangelische Hauptkirchengemeinde St. Triniatis und die alt-katholische Gemeinde Hamburg an jedem dritten Freitag im Monat bei einem ökumenischen Friedensgebet um 19 Uhr in der Trinitatis-Kirche. Und während der jedes Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag stattfindenden Ökumenischen FriedensDekade sind Christinnen und Christen aller Konfessionen und zahlloser Gemeinden in ganz Deutschland im Gebet um den Frieden vereint.
Wenn es uns wirklich um den Frieden geht, müssen wir uns aber auch immer wieder klar machen: Friede ist etwas, was im Kleinen beginnt. In der unmittelbaren Begegnung mit der bzw. dem Nächsten.
In den Gottesdiensten verschiedener Konfessionen ist es üblich, den Frieden Christi zugesprochen zu bekommen und sich gegenseitig den Frieden zu wünschen. Aber bin ich auch bereit, nicht nur symbolisch die Hand zum Friedensgruß zu reichen, sondern auch von Herzen nach der Versöhnung mit der / dem Nächsten zu suchen – gerade auch dann, wenn wir uns in so manchem nicht einig sind?
Denn genau hier beginnt er: der Frieden.

Walter Jungbauer ist Pfarrer der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Hamburg

Das Ökumenische Forum HafenCity gratuliert Walter Jungbauer herzlich zur Einführung als Pfarrer in der Alt-Katholischen Gemeinde Hamburg! Alles Gute und Gottes Segen!

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