Studientag Ökumenisches Forum "On The Move" - Kirche konkret neu denken

Von
Maximiliane Kedaj
Kirche der Zukunft

On the move! Im November haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht und uns neuen Ausdrucksformen von Kirche genähert.

Grundlage dafür lieferten spannende Impulse unserer Referenten: Am Freitag wurden wir von Prof. Achim Härtner (Reutlingen) zunächst in die Niederlande mitgenommen und mit den dort entstehenden, neuen Ausdrucksformen von Kirche bekannt gemacht. Über 100 Pionierorte experimentieren mit einer Vielfalt von Angeboten und Schwerpunkten, die Bandbreite reicht vom monastischen Unternehmer über „(Kinder)Kirche kunterbunt“  bis hin zum Gemüsegarten als Zentrum des Gemeindelebens.

Inspiriert durch den Vortrag und eine erste kreative Runde ging der rege Austausch bei der Feier einer Ökumenischen Tischgemeinschaft weiter.

Am Samstag wurde es dann konkret: Prof. Dr. Christopher Zarnow stellte seine empirische Studie zu Religion in neuen Stadtquartieren vor, bevor wir uns auf den Weg durch unser eigenes Quartier machten. Während eines Spaziergangs durch die Hafencity kamen wir ins Gespräch über die Besonderheiten dieses Ortes und ließen unserer Fantasie freien Lauf: Welche Ausdrucksformen könnte Kirche an diesem Ort annehmen? Auf welche Art kann sie in der Hafencity relevant werden?

Nach einem Imbiss sammelten wir die Ergebnisse des Brainstorming-Spaziergangs und griffen einzelne Ideen heraus, um sie weiterzudenken.

Besonderen Anklang fand die Idee zur spirituellen Thematisierung von Übergängen an Orten mitten im Stadtteil: Tag/Nacht, Ebbe/Flut, Jahreszeiten, Lebenszeiten etc., aber auch die Anregung, Ressourcen im Stadtteil zu teilen und dazu einzuladen, gemeinsam mit Talenten zu wuchern. Wir könnten dafür beispielsweise Räume öffnen und professionelle Unterstützung anbieten. Auch die Öffnung für internationale Gruppen kam zur Sprache.

Neben den konkreten Ideen wurde uns das Fazit wichtig, dass Kirche hinhören muss, was  die Menschen, mit denen wir Leben teilen möchten, überhaupt wollen und was an eigenen Ideen schon da ist; dass Kirche zu den Menschen, in den Stadtteil hinausgehen muss; und dass gute Kommunikation nach Innen und nach Außen für das Gelingen wichtig ist.

Den Abschluss des anregenden Austauschs bildete eine Andacht, die dazu ermutigte, den Aufbruch zu wagen, bevor wir, inspiriert und ausgestattet mit einem Reisesegen unserer Wege zogen.

Maximiliane Kedaj

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